Am 29. Mai 2026 trafen sich bei strahlendem Sonnenschein Mitglieder und Freunde der Nachbarschaftshilfe Butzbach am Bürgerhaus Butzbach zu einer Busfahrt ins schöne Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis.

(Das Foto erstellte Hans Bayer)
Geteilt in zwei Kleingruppen erhielten die Teilnehmenden zunächst Hintergrundwissen zu Idstein:
Die Stadt wurde im Jahr 1102 erstmals urkundlich als „Etichenstein“ erwähnt und erhielt im Jahr 1287 von Rudolf von Habsburg die Stadtrechte. Neben dem Hexenturm im Bereich der alten Nassauer Burg besitzt die Stadt einen mittelalterlichen Stadtkern mit vielen Fachwerkbauten. Das älteste erhaltene Wohnhaus stammt von 1410.
Von der urkundlichen Ersterwähnung bis zum Jahr 1721 war Idstein mit Unterbrechungen Residenz der Grafen von Nassau-Idstein und anderer nassauischer Linien.
Im 17. Jahrhundert war Idstein Schauplatz von Hexenprozessen unter dem protestantischen Grafen Johannes von Nassau und Idstein (1603–1677). Die 39 Opfer der Hexenverfolgungen in Idstein wurden erst 2014 durch das Stadtparlament einstimmig moralisch-sozialethisch rehabilitiert.
Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Residenzschloss wird von der Pestalozzischule als Schulgebäude genutzt.
(Das Foto erstellte Peter Ruppel)
Die Unionskirche, ein äußerlich schlichter Bau, entfaltet im Inneren ihre Pracht. Die Baugeschichte der ursprünglich als Stiftskirche geweihten Kirche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Mitte des 14. Jahrhunderts entstand ein gotischer Neubau. Ungewöhnlich für eine evangelische Kirche – seit dem Jahr 1553 war Idstein lutherisch – wurde die Decke des Hauptschiffes im 17. Jahrhundert mit großformatigen Ölgemälden aus der Rubensschule vollständig verkleidet. 1917 erhielt das bis dahin schlicht „Stadtkirche“ genannte Bauwerk den Namen Unionskirche: Er erinnert an die in Idstein geschlossene Kirchenunion zwischen Reformierten und Lutheranern in Nassau zur Evangelischen Landeskirche im Jahre 1817. In Würdigung dieses Ereignisses wurde Idstein am 18. November 2015 der Titel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.
Idstein trägt seit dem 18. Oktober 2016 die amtliche Zusatzbezeichnung Hochschulstadt, in Bezug auf den hiesigen Hauptsitz der privaten Hochschule Fresenius.
Im Juni 2002 fand der 42. Hessentag in Idstein statt. Idstein wird den Hessentag im Jahre 2027 erneut ausrichten.
Die beiden Stadtführungen wurden als sehr gelungen empfunden.
Nach dem Mittagessen im Brauhaus Alte Feuerwache konnten weitere Details zur Stadt in Kleingruppen erkundet, die Unionskirche innen besichtigt und der Hexenturm bestiegen werden. Bei Kaffee, Kuchen, Eis an einem schattigen Platz tauschten die Teilnehmenden bei guter Stimmung die neu gewonnenen Erkenntnisse aus und genossen das schöne Wetter, bevor es dann mit dem Bus zurück nach Butzbach ging.
Hinweis: Der Bericht nutzt Informationen aus Wikipedia.
Weitere Fotos zur Jahresfahrt finden Sie hier.